Weihnachtlicher Schriftzug am Regierungsgebäude mit Deko
© Benjamin Böhm, Regierung von Oberfranken

Weihnachts- und Neujahrsgruß des Regierungspräsidenten von Oberfranken Florian Luderschmid

Liebe Oberfränkinnen und Oberfranken,

mit einer Mut machenden Botschaft von Frieden und Freude möchte ich Sie zum diesjährigen Weihnachtsfest herzlich grüßen.

„Tochter Zion, freue dich! Jauchze laut Jerusalem. Sieh, dein König kommt zu dir. Ja, er kommt, der Friedefürst.“

Frieden und Freude wünschen wir uns alle für unser persönliches Leben, für unsere Gesellschaft und auch für das Zusammenleben von Völkern und Nationen. Angesichts der vielen Brandherde des Weltgeschehens müssen wir allerdings feststellen, dass der Frieden derzeit so bedroht ist wie schon lange nicht mehr.

Das zu Ende gehende Jahr stand im Zeichen des Gedenkens an das Weltkriegsende vor 80 Jahren. Die Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte reißt schmerzliche Wunden, das ist wahr. Der Blick zurück ist aber schon deshalb wichtig, um ja nicht zu vergessen: 80 Jahre Frieden in Deutschland, was für ein kostbares Geschenk!

Klar ist aber auch: Frieden kommt und bleibt nicht von allein. Er ist immer das Ergebnis eines ausdauernden Engagements und Ringens verantwortungsbewusster Menschen. Damit meine ich nicht zuerst die mächtigen Staatenlenker dieser Erde. Sie sind, man muss es bedauern, viel zu oft alles andere als Friedefürsten. Es liegt vielmehr an jeder und jedem Einzelnen, im persönlichen Umfeld und nach den eigenen Möglichkeiten an einem gedeihlichen Miteinander mitzuwirken, denn Frieden fängt doch immer bei uns selbst an.

Ich begegne in Oberfranken jeden Tag solchen FrieWeihnachtsbaum 2024densbringern, denen ich dankbar bin, dass sie mit ihrem Einsatz zu einem gelingenden friedlichen Zusammenleben beitragen: in Büros, auf Baustellen und an Werkbänken, in Hörsälen, Klassenzimmern und Kindergärten, bei der Feuerwehr, der Polizei und im Rettungsdienst, in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Arztpraxen, in der Gastronomie, im Handwerk und in der Landwirtschaft, im Verein und in der Kirchengemeinde, Alt und Jung, im Beruf und im Ehrenamt. Mein besonderer Respekt gilt den vielen Frauen und Männern, die in den vergangenen sechs Jahren ein Amt in der Kommunalpolitik ausgeübt haben. Der Lohn für ihren Aufwand an Zeit und Kraft ist nicht immer nur Applaus, sondern oft auch scharfe Kritik bis hin zu persönlichen Anfeindungen. Umso dankbarer bin ich allen, die sich für die Kommunalwahlen im März nächsten Jahres aufstellen lassen, um aktiv Demokratie vor Ort mitzugestalten.

Manche Leserinnen und Leser können in diesen Tagen vielleicht nur schwer in das weihnachtliche Jauchzen und Jubeln einstimmen, weil ernste Sorgen und Nöte sie betrüben. Ihnen wünsche ich die Zuversicht, dass sich die Dinge im neuen Jahr bald zum Besseren wenden.

Insgesamt würden unserer Gesellschaft etwas mehr Optimismus und Aufbruchstimmung guttun, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber und mit Verzagtheit ist wenig zu gewinnen.

Ihnen allen wünsche ich ein friedliches, frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie Gesundheit, Glück, Erfolg und Gottes Segen für das Jahr 2026.

Florian Luderschmid
Regierungspräsident