PM 002/26
26.01.2026ÖPNV-Förderung: Rund 31,5 Millionen Euro für Oberfranken im Jahr 2025
Die Regierung von Oberfranken hat auch im Jahr 2025 den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Regierungsbezirk umfassend gefördert. Insgesamt wurden hierfür rund 31,5 Millionen Euro ausgezahlt. Die erforderlichen Haushaltsmittel stellte der Freistaat Bayern bereit; beim Deutschland-Ticket beteiligte sich zudem der Bund anteilig an der Finanzierung.
Moderne und emissionsarme Busse
Zur Erneuerung und Modernisierung der Busflotte erhielten private und kommunale Verkehrsunternehmen Fördermittel in Höhe von 3,6 Millionen Euro. Damit konnten 42 neue Linienbusse für den ÖPNV angeschafft werden. Die Fahrzeuge sind emissionsarm: Vier Fahrzeuge verfügen über einen batterieelektrischen Antrieb, die übrigen werden mit alternativen Kraftstoffen, in der Regel HVO100, betrieben. Alle Busse sind mit Einstiegshilfen für mobilitätseingeschränkte Personen ausgerüstet und müssen mindestens acht Jahre bzw. für eine Laufleistung von 500.000 Kilometern überwiegend im Linienverkehr eingesetzt werden.
Entlastung im Ausbildungsverkehr
Fahrgäste im Ausbildungsverkehr profitieren von ermäßigten Zeitfahrausweisen. Zum Ausgleich der dadurch entstehenden Einnahmeverluste erhielten die 13 oberfränkischen Landkreise und kreisfreien Städte als Aufgabenträger des ÖPNV Ausgleichszahlungen in Höhe von insgesamt 8 Millionen Euro.
Allgemeine ÖPNV-Zuweisungen für Angebotsverbesserungen
Darüber hinaus erhielten die Aufgabenträger 6,7 Millionen Euro allgemeine ÖPNV-Zuweisungen. Diese Mittel können eigenverantwortlich für Linienerweiterungen und -verdichtungen, Verkehrskooperationen sowie für sonstige Verbesserungen und Optimierungen des ÖPNV-Angebots eingesetzt werden.
Mitgliedschaft im VGN
Seit dem 1. Januar 2024 sind alle oberfränkischen Aufgabenträger Mitglied im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN). Kosten, die mit dem Verbundbeitritt zum VGN in Zusammenhang stehen, wurden 2025 mit knapp 6 Millionen Euro gefördert.
Mobilität im ländlichen Raum
Weiterhin hohe Bedeutung, insbesondere in den nordöstlichen Gebieten des Regierungsbezirkes, hat die Optimierung der Mobilität im ländlichen Raum. Ziel ist es, auch dort ein attraktives und bedarfsgerechtes ÖPNV-Angebot sicherzustellen. Für die Einführung und den weiteren Ausbau geeigneter Bedienformen wie Rufbusse oder flexible Fahrzeitenmodelle wurden 3,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Digitalisierung und Vernetzung
Maßnahmen zur Digitalisierung und Vernetzung im Verkehr, etwa im Bereich von Fahrgastzählsystemen, wurden mit insgesamt 45.000 Euro gefördert.
Ausgleich für Einnahmeverluste durch das Deutschland-Ticket
Trotz der zahlreichen Vorteile für die Nutzerinnen und Nutzer führt das Deutschland-Ticket weiterhin zu Einnahmeverlusten bei Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen. Diese wurden im Jahr 2025 mit insgesamt 7 Millionen Euro ausgeglichen, die jeweils zur Hälfte von Bund und Land getragen wurden.
