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09.03.2026

Warnung der Bevölkerung: Probealarm im Rahmen des Landesweiten Warntags am 12. März 2026 ab 11:00 Uhr – Test von Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast

Am 12. März 2026 findet der nächste landesweite Warntag statt. Ab 11:00 Uhr werden in ganz Bayern sämtliche Warnmittel getestet, um die Bevölkerung auf den Ernstfall vorzubereiten.

Diese wichtige Sicherheitsmaßnahme zielt darauf ab, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger durch Warnungen zu erreichen, sie für den Umgang mit Warnmeldungen zu sensibilisieren und die Funktionsfähigkeit der Warnsysteme zu überprüfen. Im Ernstfall – etwa bei Naturkatastrophen, Großbränden oder anderen Gefahrenlagen – kann eine schnelle und effektive Warnung Leben retten.

Was ist der Warntag?

Der jährliche landesweite Warntag ist eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration. Neben der technischen Überprüfung des sogenannten Warnmittel-Mix steht vor allem die Sensibilisierung der Bevölkerung im Vordergrund. Alle an das Modulare Warnsystem angeschlossenen Warnmittel wie Warn-Apps (z.B. NINA oder KATWARN), Cell-Broadcast, Rundfunkdurchsagen sowie digitale Werbetafeln werden zentral durch das Bayerische Melde- und Lagezentrum im Bayerischen Innenministerium (BayMLZ) ausgelöst. Zusätzlich testen die Kommunen, wo technisch möglich, eigene Warnmittel wie Sirenen und Lautsprecherwagen. Technische Voraussetzung für die Warnung und Entwarnung der Sirenen ist die Umrüstung von analog auf digital. Die Kreisverwaltungsbehörden, Integrierten Leitstellen und Gemeinden haben die Möglichkeit, eine eigene, zusätzliche MoWaS-Warnung zeitversetzt auszulösen. Deshalb kann es in Warn-Apps zu Doppelbenachrichtigungen kommen.

Oberfränkische Teilnehmer am Warntag

Neben dem BayMLZ beteiligen sich in Oberfranken 159 Kommunen mit Sirenenwarnung, Lautsprecherwagen und eigenen MoWaS-Warnungen. Durch die fortschreitende digitale Ertüchtigung analoger Feuerwehrsirenen, gefördert durch den Freistaat Bayern, konnte die Anzahl der teilnehmenden Kommunen nunmehr auf drei Viertel aller Städte und Gemeinden in Oberfranken gesteigert werden. Im nächsten Jahr werden voraussichtlich alle Sirenen in Oberfranken von analog auf digital umgestellt sein, wodurch sich die Zahl der teilnehmenden Kommunen weiter erhöhen wird.

Ablauf des Warntages

Ab 11:00 Uhr: In der Warnstufe 2 (Gefahrenmitteilung) löst das BayMLZ bayernweit alle an MoWaS angeschlossenen Warnmittel (einschließlich Cell-Broadcast) und Warnmultiplikatoren aus. Die teilnehmenden Kreisverwaltungsbehörden, Integrierten Leitstellen und Kommunen lösen regional alle weiteren verfügbaren und in Warnkonzepten vorgesehenen Warnmittel (insbesondere Sirenen) aus.

Ab 11:15 Uhr: Zusätzliche regionale Auslösung aller an MoWaS angeschlossenen Warnmittel (ohne Cell-Broadcast) durch teilnehmende Kreisverwaltungsbehörden, Integrierte Leitstellen und Kommunen.

Ab 11:30 Uhr: Das BayMLZ gibt Entwarnung zur Warnmeldung "Landesweit einheitlicher Probealarm – Probewarnung". Erstmalig erfolgt auch eine Entwarnung über Cell-Broadcast. Zeitgleich lösen die teilnehmenden Kommunen, soweit sie dazu technisch in der Lage sind, eine regionale Sirenen-Entwarnung für ihren Zuständigkeitsbereich aus.

Ab 11:45 Uhr: Entwarnung der zusätzlichen Warnmeldungen durch die Kreisverwaltungsbehörden für ihren Zuständigkeitsbereich.

Weitere Informationen

Mobilgeräte, die technisch dazu in der Lage sind, Warnungen über Cell-Broadcast zu empfangen und sich im Stumm-Modus befinden, erhalten Warnungen der Warnstufe 2 (Gefahrenmitteilung) stumm.

Sie können auf Ihrem Mobilgerät den Empfang von Cell-Broadcast-Nachrichten für Warnstufe 2 (mittel) und Warnstufe 3 (niedrig) einzeln ausschalten. Das gilt auch für Entwarnungen per Cell-Broadcast. Weitere Informationen finden Sie beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter Cell Broadcast: Technische Informationen

Weitere Informationen zum Probealarm sowie eine Übersicht der teilnehmenden bayerischen Landkreise, Städte und Gemeinden finden Sie auch auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums des Innern unter https://www.stmi.bayern.de/bevoelkerungsschutz/warndienste/.

Zur Pressemitteilung des Bayerischen Innenministeriums gelangen Sie unter Landesweiter Probealarm am 12. März 2026: StMI.