PM 021/26

09.04.2026

Landwirtschaft in Oberfranken: Meisterbriefe an neun Landwirtschaftsmeisterinnen und -meister übergeben

Zwei Landwirtschaftsmeisterinnen und sieben Landwirtschaftsmeister aus den Landkreisen Bamberg, Bayreuth, Coburg, Hof, Kulmbach und Lichtenfels haben ihre Meisterbriefe erhalten. Die beiden Besten, Louisa Riedl mit der Traumnote 1,1 aus Himmelkron im Landkreis Kulmbach und Leon Truckenbrodt aus Meeder im Landkreis Coburg erhielten zusätzlich zum Meisterbrief den Meisterpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus.

"Sie haben Ihr Ziel konsequent verfolgt, sich den Herausforderungen der Meisterprüfung gestellt und waren schließlich erfolgreich: Mit der Meisterqualifizierung stehen Sie nun auf der höchsten Stufe der Fortbildung im praktischen Bereich, bildlich gesprochen fahren Sie heute die Ernte ein,“ lobte Regierungspräsident von Oberfranken Florian Luderschmid die frischgebackenen Absolventinnen und Absolventen in seiner Begrüßung. "Als Landwirtinnen und Landwirte bewältigen Sie tagtäglich die verschiedensten Herausforderungen: Sie sichern unsere Ernährung, handeln gegen den Klimawandel, leisten Beiträge zur Energiewende, schonen Ressourcen und erhalten die Biodiversität. Mit ihrer täglichen Arbeit als Landwirtinnen und Landwirte erhalten und gestalten Sie unsere (Kultur)Landschaften und prägen so maßgeblich das landschaftliche Bild. Damit tragen Sie unverzichtbar zum Naherholungswert und zur Anziehungskraft für Gäste und Einheimische, mithin zur Attraktivität unserer oberfränkischen Tourismusregionen bei.“

Dr. Rosa Karl von Cisterscapes stellte in ihrem Festvortrag zum Thema: "Schlaue Mönche: Die Bildung machts! Erfolgsideen aus der Land(wirt)schaft der Zisterzienser" eindrücklich die Verbindung zwischen historischer Landbewirtschaftung und heutigen Herausforderungen her. Sie erläuterte die Zusammenhänge der typischen Merkmale von Zisterzienserlandschaften wie zum Beispiel Landwirtschaft, Teichwirtschaft, Weinbau, Wasserbau und Stadthöfen für die Vermarktung, verdeutlichte deren Verzahnung miteinander und wie diese funktionale Wertschöpfungsketten bildeten.

Auch Staatssekretär Martin Schöffel, lies es sich nicht nehmen die frisch gebackenen Meisterinnen und Meister zu beglückwünschen. Im Namen aller oberfränkischen Landräte sprach Helmut Fischer, stellvertretender Landrat des Landkreises Lichtenfels, ein Grußwort. Die Glückwünsche des BBV-Bezirksverbands überbrachte Bezirkspräsident Hermann Greif. Abschließend nahm der Landesvorsitzende des Verbands landwirtschaftlicher Meister, Nikolaus Geschwendtner, gemeinsam mit dem Bezirksvorsitzenden Rudi Steuer die neuen Meisterinnen und Meister feierlich in den Verband auf.

Hintergrund zur Meisterfortbildung

Die Absolventinnen und Absolventen haben mit der Meisterqualifizierung die höchste Stufe der Fortbildung im praktischen Bereich erreicht. Sie sind damit bestens gerüstet, den eigenen Betrieb zu bewirtschaften oder als Führungskräfte in vor- und nachgelagerten Bereichen tätig zu werden.

Nach der erfolgreichen Ausbildung zur Landwirtin / zum Landwirt und einem Jahr praktischer Tätigkeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb besuchen die Fortbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer für drei Semester die Landwirtschaftsschule. Anschließend bereiten sie sich während eines weiteren Jahres mit berufsbegleitenden Lehrgängen und Prüfungen auf die Abschlussprüfung zum/zur Landwirtschaftsmeister/in vor.

Inhalte der Meisterprüfung sind unter anderem im Bereich der Produktions- und Verfahrenstechnik der Vergleich und die Bewertung von Produktionsverfahren bei der pflanzlichen oder tierischen Erzeugung mit einem 12-monatigen praktischen Arbeitsprojekt, im Bereich der Unternehmensführung die Analyse und Beurteilung eines fremden Betriebes und im Bereich der Mitarbeiterführung eine praktische Arbeitsunterweisung.

Fotos der Veranstaltung finden Sie im Nachgang bei unseren Aktuellen Meldungen.